Intraokularlinsen

Intraokulare Linsen, die z. B. bei Katarakt-Operationen implantiert werden, um die natürliche Linse zu ersetzen. Es gibt verschiedene Linsentypen, die teilweise auch mehrere Funktionen des Sehens abdecken. Bei der refraktiven Chirurgie soll vor allem die Fehlsichtigkeit korrigiert werden.

Monofokallinse

Diese Linse bietet bei nur einem Entfernungsbereich ein scharfes Bild. Das heißt: Man muss sich vorher entscheiden, ob man lieber in der Ferne, im Mittelbereich oder in der Nähe scharf sehen möchte. Die jeweils unscharfen Bereiche kann eine Brille ausgleichen. Wer zum Beispiel eine Linse wählt, mit der er in der Ferne scharf sieht, benötigt zum Lesen dann eine Brille.

Asphärische
Intraokularlinse

Asphärische Intraokularlinsen bieten durch ihre hochwertige Optik ein besseres Kontrastsehen als Standard-Linsen mit einem sphärischen Linsendesign. Durch die spezielle Oberflächenform der asphärischen Linsen werden Lichtstrahlen, die am Rand der implantierten Intraokularlinse auftreffen, auf einem Punkt auf der Netzhaut gebündelt. Dadurch wird das Kontrastsehen verbessert und die Abbildung deutlicher. Insbesondere bei Dämmerung und in der Nacht ist dieser Vorteil deutlich spürbar.

Blaulichtfilter
Schutzfunktion

Zum unsichtbaren und hochenergetischen Bereich des Lichtes gehört auch die UV-Strahlung, deshalb kann zu viel UV-Strahlung für das Auge schädlich sein. Alle modernen Kunstlinsen filtern daher schädliches UV-Licht, so dass dieses nicht auf die Netzhaut gelangt. Aber auch der blaue Anteil sichtbaren Lichts steht im Verdacht, die Netzhaut zu schädigen und die altersbedingte Makuladegeneration zu fördern. Linsen mit Blaulicht-Filterfunktion fangen diese hochenergetischen Wellenlängen aus dem Licht ab, bevor sie an die Netzhaut gelangen. IOL mit einem solchen Filter erscheinen leicht gelblich, die Wahrnehmung wird aber in keiner Weise beeinflusst.

Astigmatismus

Hornhautkrümmung wird auch Stabsichtigkeit genannt. Astigmatismus bedeutet, dass die Hornhaut in ihrer Krümmung nicht perfekt kugelförmig ist, sondern etwas oval (wie ein Rugby-Ball) geformt ist. Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen werden ungleichmäßig gebrochen und dadurch entsteht ein verzerrtes Bild auf der Netzhaut. Patienten mit Astigmatismus sehen daher einen Punkt eher stabförmig (darum Stabsichtigkeit). Torische Intraokularlinsen können den Astigmatismus ausgleichen.

Torische
Intraokularlinse

Sollte bei Ihnen eine Hornhautverkrümmung vorliegen, ist eine Intraokularlinse mit Zylinder (eine sogenannte torische Intraokularlinse) empfehlenswert. Aufgrund des Astigmatismus werden Gegenstände unscharf oder verzerrt wahrgenommen. Die vorhandene Krümmung der Hornhaut wird durch die zylindrische Zusatzfunktion der torischen Linse ausgeglichen. Dadurch verbessert sich das Sehen ohne Brille in allen Sehbereichen. Es wir aber nur eine Entfernung scharf abgebildet, eine Lesebrille wird durch diese Funktion nicht ersetzt.

Multifokallinse

Die Multifokallinse besitzt unterschiedliche Brennpunkte und bildet damit zwei oder mehr scharfe Punkte auf der Netzhaut ab. Daher ermöglicht die multifokale IOL ein scharfes Sehen von der Ferne bis in die Nähe. Es gibt unterschiedliche Modelle für Ihre individuellen Sehanforderungen. Multifokallinsen sind damit eine Alternative zur Gleitsichtbrille. Die meisten Patienten sind nach der Operation im Alltag brillenfrei. Die Sicht mit einer Multifokallinse kann unter Umständen etwas kontrastärmer als mit einer Monofokallinse sein. Eine Hornhautverkrümmung kann mit einer torischen Multifokallinse korrigiert werden.

EDOF

Zwischen Monofokal- und Multifokallinsen positioniert, bietet dieser Linsentyp einen einzigen erweiterten Fokusbereich und vergrößert die Tiefenschärfe (Extended Depth of Field). Sie erhalten damit die Möglichkeit, nicht nur in der Ferne, sondern auch in der mittleren Entfernung, z. B. bei der PC-Arbeit, langfristig brillenunabhängig zu sehen. Eine Lesebrille für kleine Schriften und längeres Lesen bleibt notwendig. Die Implantation einer EDOF-Linse empfiehlt sich vor allem bei anspruchsvollen Patienten, die sich mehr Brillenunabhängigkeit im Alltag, wie beim Arbeiten, Einkaufen oder beim Autofahren, wünschen.

Add-On
LINSEN

AddOn Linsen sind dünne Kunstlinsen, die entweder zeitgleich mit Ihrer OP am Grauen Star oder aber erst Monate und Jahre danach, vor Ihre bereits implantierte Basislinse eingesetzt werden. Sie können also auch, wenn Sie bereits eine Kunstlinse haben, nachträglich zur Brillenunabhängigkeit gelangen. Mit AddOn Linsen können sowohl die Alterssichtigkeit, als auch verschiedene Fehlsichtigkeiten wie Kurz- und Weitsichtigkeit, aber auch eine Hornhautverkrümmung korrigiert werden.

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